Hochhubwagen kaufen
Bei hubgeraete.shop finden Sie robuste Hochhubwagen mit Hubhöhen von 1200 bis 3000 mm und Tragkräften von 500 bis 1500 kg – ideal zum Be- und Entladen, Kommissionieren und Stapeln von Paletten.
Wählen Sie zwischen kompakten Einstiegsmodellen oder leistungsstärkeren Ausführungen für größere Hubhöhen und höhere Lasten – stabil konstruiert, präzise bedienbar und für den professionellen Einsatz in Lager, Produktion und Versand konzipiert.
qteck Hochhubwagen manuell – 1200 mm Hubhöhe – 500 kg Hubkraft
855,40 € Netto: 718,82 €qteck Hochhubwagen manuell – 1550 mm Hubhöhe – 1000 kg Hubkraft
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1.270,00 € Netto: 1.067,23 €qteck Hochhubwagen manuell – 3000 mm Hubhöhe – 1000 kg Hubkraft
1.352,40 € Netto: 1.136,47 €Hochhubwagen: Paletten heben, stapeln und verfahren ohne Motor
Ein Hochhubwagen hebt Paletten auf Regalhöhe, Ladekante oder Arbeitshöhe und damit weit über die wenigen Zentimeter eines normalen Gabelhubwagens hinaus. Die manuellen Hochhubwagen von qteck in dieser Kategorie kommen ohne Batterie und ohne Fahrantrieb aus: Sie bewegen das Gerät selbst und heben die Last per Hand. Das macht sie unabhängig von Aufladezeiten, einfach im Aufbau und sinnvoll für Betriebe, in denen nur gelegentlich auf Höhe gearbeitet wird.
Zur Auswahl stehen sechs Modelle mit Hubhöhen von 1200 bis 3000 mm und Tragkräften von 500 bis 1500 kg. Die folgenden Abschnitte erklären, worin sich die Modelle unterscheiden, welche Maße Sie vor dem Kauf nachmessen sollten und ab wann ein elektrisches Gerät die bessere Wahl ist. Wer schon weiß, was er braucht, findet in der Modellübersicht den schnellsten Weg zum passenden Gerät.
Die sechs manuellen Hochhubwagen im Vergleich
Alle Modelle haben Nylonrollen und Gabeln von 1150 mm Länge. Unterschiede gibt es bei Hubhöhe, Tragkraft, Freihub, Bauhöhe und Gewicht. Die Liste zeigt für welche Aufgabe sich jedes Modell eignet:
- 1200 mm, 500 kg: Freihub 1200 mm, Bauhöhe max. 1690 mm, Eigengewicht 165 kg, Lastschwerpunkt 500 mm. Das kleinste und leichteste Modell. Es passt für leichte Paletten, die auf Werkbank-, Packtisch- oder Ladekantenhöhe gebracht werden sollen, und für Bereiche mit niedriger Decke. Für Regale mit mehreren Ebenen ist der Hub zu knapp.
- 1550 mm, 1000 kg: Freihub 1550 mm, Bauhöhe max. 1690 mm, Eigengewicht 195 kg, Lastschwerpunkt 500 mm. Der Allrounder für mittlere Lasten. Gleiche Bauhöhe wie das kleinste Modell, dazu doppelte Tragkraft. Er erreicht die erste Regalebene über Bodenhöhe, stapelt Paletten zweilagig und kommt unter viele Tore.
- 1550 mm, 1500 kg: Freihub 1550 mm, Bauhöhe max. 1985 mm, Eigengewicht 198 kg, Lastschwerpunkt 400 mm. Dieselbe Hubhöhe mit mehr Reserve für schwere Ladung wie Maschinenteile, Halbzeuge oder Gebinde mit Flüssigkeiten. Die Bauhöhe wächst dafür auf 1985 mm, der Lastschwerpunkt ist mit 400 mm kürzer angesetzt.
- 2500 mm, 1000 kg: Freihub 400 mm, Bauhöhe max. 3095 mm, Eigengewicht 263 kg, Lastschwerpunkt 500 mm. Für Regalanlagen mit zwei bis drei Ebenen. Der Freihub von 400 mm erlaubt erste Hübe unter niedriger Decke, danach fährt der Mast aus.
- 2500 mm, 1500 kg: Freihub 400 mm, Bauhöhe max. 3095 mm, Eigengewicht 265 kg, Lastschwerpunkt 400 mm. Dieselbe Höhe für deutlich schwerere Paletten. Das Eigengewicht liegt nur 2 kg über dem 1000-kg-Modell, die Tragkraft aber 500 kg darüber. Wer regelmäßig Lasten über 1000 kg hebt, findet hier die bessere Reserve.
- 3000 mm, 1000 kg: Freihub 400 mm, Bauhöhe max. 3590 mm, Eigengewicht 280 kg, Lastschwerpunkt 500 mm. Das höchste Modell für die oberste Ebene und mit 280 kg das schwerste Gerät der Reihe. Prüfen Sie vorab Hallendecke, Sprinkler und Beleuchtung.
Drei Dinge fallen beim Vergleich auf. Erstens steigt die Tragkraft nicht mit der Hubhöhe: 1500 kg gibt es bis 2500 mm, bei 3000 mm sind es 1000 kg. Zweitens haben die beiden niedrigen Hubhöhen einen Freihub in voller Höhe, die hohen Modelle nur bis 400 mm. Drittens liegt die maximale Bauhöhe bei jedem Modell über der Hubhöhe, und zwar um 140 bis 595 mm. Was das im Alltag bedeutet, steht in den nächsten Abschnitten.
Wer zwischen zwei Modellen schwankt, wählt bei der Hubhöhe die größere Reserve und bei der Tragkraft die höhere Stufe, solange Bauhöhe und Gangbreite passen.
Hochhubwagen, Niederhubwagen und Gabelstapler: die Unterschiede
Gegenüber dem Niederhubwagen
Ein Niederhubwagen hebt die Palette nur so weit an, dass sie über den Boden rollen kann, meist um wenige bis etwa zwanzig Zentimeter. Regale oder Ladeflächen erreicht er damit nicht. Der Hochhubwagen besitzt dafür einen Mast, an dem die Gabeln nach oben fahren. Den Preis zahlt die Tragkraft: Niederhubwagen tragen häufig zwei Tonnen und mehr, bei Hochhubwagen endet die Reihe hier bei 1500 kg, weil jede zusätzliche Hubhöhe den Hebel auf die Standfläche vergrößert.
Gegenüber dem Gabelstapler
Ein Gabelstapler trägt die Last vor der Vorderachse und gleicht sie mit seinem Eigengewicht aus, also mit Motor, Batterie und Fahrer. Beim Hochhubwagen steht die Last zwischen den Rädern, das Gerät braucht deshalb kein Gegengewicht. Die Modelle dieser Kategorie wiegen 165 bis 280 kg und haben einen Wenderadius von 1200 mm. Der Bediener geht zu Fuß neben dem Gerät her, einen Fahrersitz gibt es nicht.
Die Bauart hat eine Einschränkung: Weil die Fahrgabeln unter den Hubgabeln am Boden bleiben, lassen sich Paletten nicht quer aufnehmen. Dafür gibt es Breitspurgeräte mit seitlich ausgestellten Radarmen. Sie gehören nicht zu den Modellen dieser Kategorie.
Und der Minilifter?
Minilifter sind kleine Hebegeräte mit einer Plattform statt Gabeln. Sie heben leichte Lasten von Hand oder elektrisch, sind aber keine Hochhubwagen und nehmen keine Paletten auf. Im Shop finden Sie sie in der Kategorie Minilifter.
Die richtige Hubhöhe bestimmen
Hubhöhe am Regal bemessen
Die angegebene Hubhöhe bezeichnet den höchsten Stand der Gabeloberkante. Die Gabel muss also über den Regalträger steigen und zusätzlich Luft lassen, damit die Palette beim Absetzen frei kommt. Rechnen Sie mindestens zehn Zentimeter Reserve auf die Oberkante des Trägers.
Ein Beispiel aus der Praxis: Liegt die Trägeroberkante der obersten Ebene bei 2450 mm, bleiben mit dem Modell für 2500 mm nur 50 mm Luft. Das reicht rechnerisch nicht, und in der Praxis wird es ein Fehlkauf. Dann kommt nur die Variante mit 3000 mm Hub infrage, allerdings mit 1000 kg Tragkraft statt 1500 kg.
Ein weiterer Punkt: Der Hubbereich beginnt bei allen Modellen bei 90 mm, der tatsächliche Hubweg ist also 90 mm kürzer als die Hubhöhe. Bei der Planung rechnen Sie mit der Gabelhöhe, nicht mit dem Weg.
Denken Sie auch an die lichte Höhe der Regalebene: Palette samt Ladung muss unter den nächsthöheren Träger passen, sonst nützt die passende Hubhöhe nichts.
Paletten übereinander stapeln
Beim Stapeln gilt dieselbe Rechnung, nur dass die untere Palette die Rolle des Trägers übernimmt. Misst sie samt Ladung 1300 mm, muss die Gabeloberkante mindestens auf 1400 mm steigen, bevor die zweite Palette frei darüber schwebt. Das Modell mit 1200 mm Hub reicht dafür nicht, das mit 1550 mm schon. Prüfen Sie außerdem, ob Ware und Verpackung das Gewicht der oberen Lage tragen. Nicht jede Palette ist stapelbar, und Ladung, die über den Palettenrand ragt, nimmt dem Stapel die Standfestigkeit.
Bauhöhe, Freihub und Durchfahrten
Mit der Hubhöhe wächst der Mast. Die Produktseiten nennen die maximale Bauhöhe, sie gilt bei voll ausgefahrenem Mast. Bei den Modellen mit 1200 und 1550 mm Hub fährt die Gabel komplett innerhalb der Bauhöhe, der Freihub entspricht der Hubhöhe. Das Gerät bleibt beim Heben also gleich hoch. Bei 2500 und 3000 mm Hub beträgt der Freihub 400 mm, danach fährt der Mast aus.
Das ist wichtig für Türen, Tore, Hallendecken und Lkw-Laderäume. Türen haben häufig nur rund zwei Meter lichte Höhe. Das 1500-kg-Modell mit 1550 mm Hub kommt mit 1985 mm Bauhöhe gerade mal 15 mm darunter durch. Wer mit eingefahrenem Mast durch niedrige Durchfahrten muss, sollte die Höhe in diesem Zustand vor dem Kauf erfragen. Messen Sie außerdem Sprinkler, Leuchten und Kabeltrassen im Fahrweg nach, sie werden gern übersehen.
Tragkraft und Lastschwerpunkt richtig lesen
Die Tragkraft gilt nur für einen bestimmten Lastschwerpunkt. Er beschreibt, wie weit der Schwerpunkt der Ladung vom Gabelrücken entfernt liegt. Bei den Modellen mit 500 und 1000 kg beträgt er 500 mm, bei den beiden 1500-kg-Modellen 400 mm. Liegt der Schwerpunkt weiter vorn, wirkt die Last wie ein längerer Hebel, und die zulässige Last sinkt.
Das passiert schneller, als man denkt. Eine Palette mit 1200 mm Länge, gleichmäßig beladen und bis zum Gabelrücken geschoben, hat ihren Schwerpunkt bei etwa 600 mm. Hohe, sperrige oder einseitig beladene Ladung verschiebt ihn weiter. Schöpfen Sie die Nennlast deshalb nicht aus, wenn Sie auf große Höhe stapeln. Zur Last zählt außerdem das Gewicht der Palette selbst: Wiegt die Ware 980 kg, liegt die Gesamtlast mit Palette über 1000 kg, und ein 1000-kg-Modell ist überlastet.
Die Modellstaffel zeigt das Prinzip: Je höher der Mast, desto weniger darf er tragen. Für genaue Angaben zum Lastabstand steht auf jeder Produktseite ein Datenblatt zum Download bereit. Das Gerätegewicht spielt ebenfalls eine Rolle, wenn Sie im Aufzug oder auf Zwischenböden arbeiten. Dort rechnen Sie Gerät, Last und Bediener zusammen.
Die Tragkraft des Geräts sagt nichts über die zulässige Fachlast des Regals. Sie steht auf dem Lastschild der Regalanlage und gilt unabhängig vom Hochhubwagen. Prüfen Sie beides, bevor Sie eine schwere Palette einlagern.
Manuell, halbelektrisch oder vollelektrisch
Die Antriebsart entscheidet darüber, wie viel Kraft und Zeit jeder Hub kostet. Es gibt drei Stufen: Beim manuellen Gerät heben und fahren Sie von Hand, beim halbelektrischen hebt ein Motor, beim vollelektrischen übernimmt er auch das Fahren.
Wann ein manueller Hochhubwagen genügt
Manuelle Geräte passen, wenn nur gelegentlich auf Höhe gestapelt wird und die Wege kurz sind. Es gibt keine Batterie, die leer sein kann, keinen Ladeplatz und keine Elektrik, die ausfällt. Der Nachteil ist der Kraftaufwand: Schwere Lasten auf große Höhe zu bringen, kostet Zeit und Kraft. Wer mehrmals pro Stunde und über ganze Schichten hinweg stapelt, ist mit elektrischem Hub besser bedient.
Halbelektrisch und vollelektrisch
Beim halbelektrischen Hochhubwagen hebt ein Motor die Last, verfahren wird weiter von Hand. Das schont beim Heben und passt für kurze Wege, doch das Schieben bleibt Handarbeit und die Batterie muss geladen werden. Das vollelektrische Gerät hat zusätzlich einen Fahrantrieb und entlastet vollständig. Es eignet sich für lange Wege und hohe Stückzahlen, kostet aber mehr in der Anschaffung, braucht Ladezeiten und Batteriepflege. Solche Geräte heißen oft Deichselstapler, der Begriff ist unscharf, weil auch manuelle Geräte eine Deichsel haben können. Elektrische Modelle erreichen je nach Hersteller und Mast Hubhöhen von weit über drei Metern. Sie gehören nicht zum Sortiment dieser Kategorie.
Batterie: Blei oder Lithium
Wenn Sie doch elektrisch arbeiten wollen, entscheidet die Batterie über den Alltag. Blei-Säure-Batterien brauchen regelmäßig demineralisiertes Wasser und einen belüfteten Ladeplatz. Blei-Gel- und AGM-Batterien sind wartungsfrei. Lithium-Ionen-Batterien sind ebenfalls wartungsfrei und lassen sich zwischendurch laden, kosten aber mehr. Maßgeblich ist die Schichtlänge: Sie muss zur Betriebszeit der Batterie passen.
Gabeln, Paletten und Rollen
Welche Paletten passen
Die Gabelzinken sind 1150 mm lang, 142 mm breit und 60 mm hoch. Außen messen sie 550 mm, innen bleiben 266 mm Abstand. Damit sind die Modelle auf Standardpaletten wie die Europalette ausgelegt. Bei Paletten in Sondermaßen, bei Gitterboxen oder Kisten mit Staplertaschen prüfen Sie vorab, ob Gabelmaß und Taschenabstand zusammenpassen. Beschädigte Bodenbretter und eingerissene Kufen sind ein eigenes Risiko und sollten vor dem Heben aussortiert werden.
Nylonrollen und Tandemrollen
Die Lenkrollen messen 180 x 50 mm, die Lastrollen 80 x 70 mm und sind als Tandem ausgeführt, also zwei kleine Rollen hintereinander. Das verteilt die Last auf mehr Auflagefläche und hilft beim Überfahren von Fugen und kleinen Kanten. Nylon ist hart, rollt leicht und hält vielen Chemikalien stand. Auf glattem, ebenem Hallenboden ist es die gängige Wahl. Auf rauem oder empfindlichem Belag ist ein weicheres Rollenmaterial im Vorteil, außerdem arbeitet Nylon lauter.
Wenderadius und Arbeitsgangbreite
Alle sechs Modelle haben einen Wenderadius von 1200 mm. Für die Gangbreite zählt aber nicht allein das Gerät. Dazu kommen die Länge der Palette und ein Sicherheitsabstand zu Regal und Stützen. Ein einfacher Test spart Rechnerei: Kleben Sie auf dem Hallenboden die Fläche von Gerät und Palette auf und fahren Sie den Weg einmal probeweise ab, inklusive der Kurve in den Gang. Ohne Gegengewicht und Fahrersitz kommt ein Hochhubwagen mit deutlich schmaleren Gängen aus als ein Gabelstapler. In Regalgängen, die für Stapler ausgelegt sind, bleibt deshalb meist Platz. In engen Bestandshallen entscheidet trotzdem der Probelauf.
Einsatzbereiche in der Praxis
Palettenlager und Regale
Im Palettenlager bedienen die Modelle mit 2500 und 3000 mm Hub die oberen Ebenen von Fachbodenregalen und Palettenregalen. Das Modell mit 1550 mm genügt für Bodenregale mit zwei Ebenen. Im Wareneingang stellen Hochhubwagen Paletten auf Arbeitshöhe bereit, damit beim Auspacken niemand bücken muss.
Lkw und Ladekante
Beim Be- und Entladen von Lkw ohne Rampe entscheidet die Ladekante. Die Gabel muss darüber steigen, und die Ladekanten von Transportern, Pritschen und Wechselbrücken liegen sehr unterschiedlich. Messen Sie an Ihren Fahrzeugen nach, bevor Sie die Hubhöhe festlegen. Das Fahrzeug muss beim Be- und Entladen gegen Wegrollen gesichert sein.
Werkstatt, Montage und Versand
In Werkstatt und Montage dient die angehobene Palette als Bereitstelltisch für Bauteile. Wichtig ist, dass niemand unter der Last arbeitet. Im Versand bringt das Gerät Paletten auf Packhöhe. Im Handwerk und auf der Baustelle eignen sich die Geräte für Materialpaletten, sofern der Boden eben und tragfähig ist.
Handel und Gewerbe
Im Einzel- und Großhandel bringen Hochhubwagen Warenpaletten aus dem Lager an die Verkaufsfläche oder in obere Regalebenen. Hier zählen enge Gänge, glatte Böden und wechselndes Personal. Eine klare Unterweisung und ein fester Abstellplatz verhindern, dass das Gerät im Fluchtweg steht.
Ergonomie am Arbeitsplatz
Eine Palette auf Hüfthöhe erspart Bücken und Heben aus dem Rücken. Stellen Sie die Gabel so ein, dass die Ware ungefähr auf Ellenbogenhöhe liegt, und lassen Sie die Palette nur so lange oben, wie jemand daran arbeitet. Ein Hochhubwagen ersetzt keinen fest installierten Arbeitsplatz, er hilft dort, wo die Arbeitsfläche wechselt. Wer dauerhaft auf Arbeitshöhe arbeitet, ist mit einem Scherenhubwagen oder einem Hubtisch besser bedient.
Standsicherheit: wie Sie ein Kippen vermeiden
Ein Hochhubwagen steht auf vier Rollen. Mit jeder Hubstufe wandert der gemeinsame Schwerpunkt von Gerät und Last nach oben, während die Standfläche gleich bleibt. Die Kippgefahr wächst mit Hubhöhe, Last, Lastabstand und allem, was das Gerät zur Seite neigt. Drei Situationen sind besonders riskant: das Fahren mit angehobener Last, schon eine Bodenwelle oder eine enge Kurve bringt die Ladung ins Pendeln. Dazu einseitig beladene Paletten, deren Schwerpunkt seitlich liegt. Und Gefälle oder Rampen, die die Standfläche neigen.
Auch der Boden zählt. Gerät und Last wirken über vier kleine Rollen punktuell auf den Belag. Auf Estrich, Doppelböden oder Gitterrosten sollten Sie die Tragfähigkeit prüfen, bevor Sie die volle Last fahren. Einige Regeln gelten immer:
- Verfahren Sie nur mit abgesenkter Last, die Gabeln knapp über dem Boden.
- Schieben Sie die Palette bis zum Gabelrücken und halten Sie die Ladung mittig.
- Fahren Sie nicht mit angehobener Last über Gefälle, Fugen oder Rampen.
- Sichern Sie lose Ladung vor dem Heben, etwa mit Folie oder Umreifung.
- Niemand steht unter oder vor der Last, und auf den Gabeln werden keine Personen gehoben.
- Die Nennlast wird nicht überschritten.
Bedienung, Unterweisung und Prüfung
Für ein rein manuelles Mitgängergerät ohne Fahrerplatz ist kein Staplerschein nötig. Eine Unterweisung brauchen die Beschäftigten trotzdem: Sie müssen wissen, wie Last aufgenommen, gehoben, gefahren und abgesetzt wird und welche Gefahren dabei bestehen. Dokumentieren Sie die Unterweisung, damit Sie sie bei Bedarf nachweisen können.
Vor Schichtbeginn genügt eine Sichtprüfung: Gabeln auf Verformung, Mast auf Risse, Rollen auf Verschleiß und Fremdkörper, dazu Lenkung und Hubfunktion. Für Flurförderzeuge gilt die DGUV Vorschrift 68, die regelmäßige Prüfungen durch eine sachkundige Person vorsieht. Wie das für manuelle Geräte in Ihrem Betrieb auszulegen ist, klären Sie mit Ihrer Sicherheitsfachkraft oder der Berufsgenossenschaft.
Ein Hub in sechs Schritten
Die Reihenfolge beugt den meisten Unfällen vor, weil die Last nur dort hoch steht, wo sie stehen soll.
- Palette und Ladung prüfen: Bodenbretter heil, Ladung gleichmäßig verteilt und gesichert.
- Gabeln in die Einfahröffnungen führen und so weit unterfahren, bis die Palette am Gabelrücken anliegt.
- Palette knapp vom Boden anheben, nur so weit wie für den Transport nötig.
- Mit abgesenkter Last zum Ziel fahren, langsam und mit freiem Blick auf den Weg.
- Am Regal oder Stapel geradestellen und erst dort auf die Zielhöhe heben.
- Palette absetzen, Gabeln herausziehen und vollständig absenken.
Pflege und Verschleiß
Prüfen Sie das Gerät bei der Anlieferung auf Transportschäden und vermerken Sie Mängel auf dem Lieferschein. Ein manuelles Gerät hat wenige Verschleißteile, aber die entscheiden über die Sicherheit. Bei den Rollen achten Sie auf Flachstellen, eingedrückte Laufflächen und Fremdkörper auf den Achsen, besonders Umreifungsband und Folienreste. Beim Wechsel verwenden Sie nur Rollen in den Maßen des Geräts, bei diesen Modellen 180 x 50 mm für die Lenkrollen und 80 x 70 mm als Tandem für die Last.
Bewegliche Teile und Mastführungen schmieren Sie nach Angabe des Herstellers. Halten die Gabeln eine Last nicht, sinken von selbst oder laufen ruckelnd, nehmen Sie das Gerät außer Betrieb, kennzeichnen es und lassen es prüfen. Dasselbe gilt für verformte Gabeln und Risse an Schweißnähten. Abgestellt wird das Gerät mit vollständig abgesenkten Gabeln und außerhalb von Fahrwegen. Staub und Späne in der Mastführung entfernen Sie regelmäßig.
Neu, gebraucht, Miete oder Leasing
Bei manuellen Hochhubwagen ist der Neukauf der Normalfall. Die Geräte sind einfach aufgebaut, und wer regelmäßig damit arbeitet, hat sie über viele Jahre im Einsatz. Miete lohnt sich für Projekte mit begrenzter Dauer, etwa einen Regalumbau oder eine Inventur. Leasing spielt vor allem bei elektrischen Geräten und größeren Flotten eine Rolle, weil der Leasinggeber oft Service und Ersatz übernimmt.
Ein gebrauchtes Gerät spart Geld, verlangt aber einen prüfenden Blick. Achten Sie darauf, dass sich eine angehobene Last nicht von selbst senkt, weil sonst der Hubzylinder undicht sein kann. Mast und Gabeln müssen rissfrei und gerade sein, Kette und Rollen in gutem Zustand. Das Typenschild muss zu den Unterlagen passen, und ein Wartungsnachweis gehört dazu. Wer das nicht selbst beurteilen kann, fährt mit einem Neugerät sicherer. Bei der Kostenrechnung zählen neben dem Anschaffungspreis die Ausfallzeiten, Ersatzrollen und die Arbeitszeit, die Mitarbeiter mit dem Heben verbringen.
Checkliste vor der Bestellung
- Höhe der obersten Trägeroberkante messen und mindestens 100 mm Reserve aufschlagen.
- Schwerste Palette inklusive Ladung und Palettengewicht wiegen und den Lastschwerpunkt abschätzen.
- Niedrigste Durchfahrt im Fahrweg messen und mit der maximalen Bauhöhe vergleichen.
- Bodenbelag, Ebenheit, Fugen und Gefälle prüfen.
- Gangbreite mit Wenderadius 1200 mm und Palettenlänge probefahren.
- Palettenart klären: Standardpalette, Sondermaß oder Gitterbox.
- Stapelhäufigkeit pro Schicht abschätzen und entscheiden, ob manuell genügt.
- Gerätegewicht prüfen, falls Aufzug oder Zwischenboden genutzt werden.
- Festlegen, wer bedient, wer unterweist und wer prüft.
Bleibt nach diesen neun Punkten eine Angabe offen, können Sie über die jeweilige Produktseite eine Frage stellen.
Häufige Fragen zu Hochhubwagen
Was ist ein Hochhubwagen?
Ein Hochhubwagen ist ein Flurförderzeug, das Paletten per Mast auf Regalhöhe, Ladekante oder Arbeitshöhe hebt. Er wird vom Bediener zu Fuß geführt und kommt ohne Gegengewicht aus.
Was ist der Unterschied zwischen einem Niederhubwagen und einem Hochhubwagen?
Der Niederhubwagen hebt Paletten nur wenige Zentimeter zum Transport. Der Hochhubwagen hebt sie am Mast bis auf Höhen von mehreren Metern, trägt dafür aber weniger.
Wie nennt man Hubwagen noch?
Der Niederhubwagen heißt auch Gabelhubwagen, Palettenhubwagen oder Handhubwagen, umgangssprachlich oft Ameise nach einer Herstellermarke. Der Hochhubwagen läuft unter Handstapler, Hubstapler, Hydraulikstapler oder Palettenstapler. Bei elektrischen Geräten spricht man häufig von Deichselstaplern.
Wie hoch kann ein Hubwagen heben?
Ein Niederhubwagen hebt etwa zehn bis zwanzig Zentimeter. Die manuellen Hochhubwagen dieser Kategorie erreichen 1200, 1550, 2500 oder 3000 mm, je nach Modell. Elektrische Geräte anderer Hersteller reichen deutlich höher, je nach Mast bis über fünf Meter.
Brauche ich für einen manuellen Hochhubwagen einen Staplerschein?
Nein, für ein rein manuelles Gerät ohne Fahrerplatz nicht. Eine Unterweisung der Beschäftigten ist trotzdem nötig und sollte dokumentiert werden.
Kann ein Hochhubwagen Paletten quer aufnehmen?
Nein, bei dieser Bauart bleiben die Fahrgabeln am Boden und versperren den Weg. Für die Queraufnahme gibt es Breitspurgeräte mit seitlich ausgestellten Radarmen.
Reicht ein Hochhubwagen, um einen Lkw ohne Rampe zu beladen?
Ja, wenn die Gabeloberkante über die Ladekante steigt und die Ladefläche die Last samt Gerät trägt. Messen Sie die Ladekante nach und sichern Sie das Fahrzeug gegen Wegrollen.
Was bedeutet Freihub?
Freihub ist der Hub, bei dem die Gabel steigt, ohne dass die Gesamthöhe des Geräts wächst. Bei den Modellen mit 1200 und 1550 mm Hub gilt das über den ganzen Weg, bei 2500 und 3000 mm für die ersten 400 mm.
Was ist der Lastschwerpunkt?
Der Lastschwerpunkt ist der Abstand zwischen Gabelrücken und Schwerpunkt der Ladung, für den die Tragkraft angegeben ist. Bei diesen Modellen sind es 500 mm, bei den 1500-kg-Modellen 400 mm.
Wie viel Platz braucht ein Hochhubwagen zum Wenden?
Alle sechs Modelle haben einen Wenderadius von 1200 mm. Dazu kommen die Palette und ein Sicherheitsabstand, weshalb ein Probelauf im Gang sinnvoll ist.
Darf ich mit angehobener Last fahren?
Nein, verfahren Sie nur mit abgesenkter Last, die Gabeln knapp über dem Boden. Mit angehobener Last steigt die Kippgefahr, besonders in Kurven, auf Fugen und auf Gefälle.
Wie oft muss ein Hochhubwagen geprüft werden?
Vor jeder Schicht steht eine Sichtprüfung an. Für Flurförderzeuge nennt die DGUV Vorschrift 68 zusätzlich eine Prüfung durch eine sachkundige Person, in der Regel mindestens einmal im Jahr. Ob das für Ihr manuelles Gerät gilt, klären Sie mit Ihrer Sicherheitsfachkraft.